So viel zum Thema Zeit
Liebe Chaos-Liebhaber,
vergangene Woche hat bei uns der Alltag versucht Fuß zu fassen. Andreas ist seit letztem Montag Informatik-"Professor" im Gymnasium in Linz und wir drei Mädels bemühen uns, das Haus halbwegs in Ordnung, die Popos und Hände sauber und die Mägen gefüllt zu halten. Es gelingt nicht immer alles, denn es muss noch sehr viel Zeit zum Spielen sein: Bücher lesen, Sofahütten bauen und rumklettern, stehen und gehen üben, ab und zu - aber eher selten - Schläfchen machen, plaudern, Rollen tauschen, singen, schaukeln bis zum Abwinken, spazieren, Fotos anschauen. Das und noch vieles mehr steht täglich auf unserem Programm.
Valentina hat zu unserer großen Freude und Entlastung das alleine Spielen entdeckt. Momentan schafft sie es ca. 20 min - immerhin! Natürlich spielt sie auch sehr gern mit ihrer kleinen Schwester, die sie dann doch ab und zu ein bisschen zu fest drückt oder zu mamihaft zurechtweist. Jaja, man erkennt sich im Sprechen seiner Kinder doch immer wieder...!
Nächste Woche beginnt sie wieder mit der "mutigen Spielgruppe", in der sie hoffentlich 3 Stunden zufrieden mit den anderen Kindern (und vor allem ohne Mami) spielen und singen wird. Sie freut sich schon.
Letzte Woche haben Ladina, Valentina und ich bereits mit der Baby-Spielgruppe begonnen. Ich als Leiterin, Valentina als Assistentin und Ladina als Teilnehmerin. Es hat unheimlich viel Spaß gemacht, wir haben viele nette Mamas und Kinder kennen gelernt und Valentina trägt neben ihrer hilfreichen Arbeit auch noch viel zum locker-lustigen Ambiente bei. Sie unterhält mit Sprüchen, die nur aus Kindermündern kommen können:
--> Eine Mama kommt ein paar Minuten zu spät. Es sind noch zwei Kissen frei. Valentina zuckt mit den Schultern und sagt laut und deutlich: "Mh, kein Platz mehr frei!" Daraufhin wies ich auf die Pünktlichkeit hin. :-)
Unsere Ladina winkt seit ein paar Tagen fleißig! Sie zeigt das Babyzeichen für Milch und verwendet dieses gleich in mehreren Situationen, denn für "ich-will-das-haben" oder "nochmals", für "hallo" oder "was-meine-Hand-alles-kann" lässt es sich wunderbar einsetzen! Sie ist jetzt 8,5 Monate jung, gibt beim Krabbeln unheimlich Gas, sitzt sehr sicher und stabil, zieht sich an jedem noch so kleinen Vorsprung hoch, hangelt sich den Schränken entlang von da nach dort, nimmt alles (!) als Gehhilfe (Rutschauto, Trapez, Hosenbein, Kinderstuhl, Legokiste, Gymnastikball, davonspazierende Valentina, sich schließende Tür oder Schublade, Puppenbett) und erfreut sich unheimlich des Lebens - so interpretieren wir das jedenfalls!
Uns Eltern geht's gut, weil wir doch glückliche und gesunde Kinder haben. Echt jetzt, energietechnisch gesehen sind wir am Ende, wir laufen sozusagen am Limit, aber ja, es geht uns gut. ;-)
Liebe Grüße
WAL